Farb-Licht-Nomaden

Eine optische Conclusio

Was in Theorie, Lehre, Schule und Kunstausbildung meist in getrennter, wenn nicht gar in polarer Weise gelehrt, wissenschaftlich erforscht und sogar zur Grundlage von Produktion und Marketing wird, nämlich dass die Licht- und die Körperfarben zwei getrennte Dinge seien, stellt sich im gelebten Alltag nie so systematisch dar. Wir leben immer in gemischten Situationen. Licht und Pigment gehen immer eine Verbindung ein, die die Atmosphäre des Alltags definiert.

Den vermeintlichen Gegensatz bzw. die Getrenntheit der beiden Farberfahrungen „versöhnt“ Ulrich Bachmann von der Zürcher Hochschule der Künste mit einer sinnlichen und äußerst eindrücklichen Rauminstallation. Reduziert auf Pigmente und Licht, ergänzt durch den Faktor Zeit, die Zeit, die man sich für die Betrachtung gönnt, zaubert dieses Kunstwerk einen Raum voll Farbe.

 

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